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Die größte Hürde beim Auswandern: Die Kinder
Wenn Singles oder kinderlose Paare auswandern, geht es meist um Steuern und Wetter. Wenn Familien auswandern, dreht sich alles um ein einziges Thema: Die Bildung der Kinder.
Das Bildungssystem im südeuropäischen Ausland unterscheidet sich oft drastisch von dem in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Hier sind die wichtigsten rechtlichen und praktischen Dinge, die Sie vorab wissen müssen.
Homeschooling: Die Illusion der Freiheit
Viele Auswanderer hoffen, der strengen Schulpflicht in Deutschland durch einen Umzug in den Süden zu entgehen und “Homeschooling” betreiben zu können. Das ist ein gefährlicher Irrtum!
- Spanien: Homeschooling ist in Spanien illegal und wird hart sanktioniert. Es herrscht strikte Schulpflicht (Escolarización obligatoria) von 6 bis 16 Jahren. Kinderämter greifen bei Nichtbeachtung durch.
- Griechenland: Auch hier herrscht absolute Schulpflicht für Grund- und Mittelschulen. Homeschooling ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen und de facto verboten.
- Zypern: Homeschooling ist extrem restriktiv geregelt und bedarf in Ausnahmefällen einer Genehmigung des Bildungsministeriums. In der Praxis für Auswanderer fast unmöglich durchzusetzen.
Wenn Sie Freiheit wollen, müssen Sie nach Großbritannien, Irland oder Malta ziehen. In unseren Zielländern müssen die Kinder in eine staatliche oder private Schule gehen.
Die staatlichen Schulen (Public Schools)
Die staatlichen Schulen in Spanien, Zypern und Griechenland sind kostenlos.
- Vorteile: Die Kinder lernen die Sprache rasend schnell (Immersionsmethode) und integrieren sich sofort in die lokale Dorfgemeinschaft.
- Nachteile: Der Unterricht findet zu 100% in der Landessprache statt (Spanisch, Katalanisch, Griechisch). Für Kinder ab dem 8. oder 9. Lebensjahr ist dieser radikale Wechsel oft traumatisch, da sie dem Fachunterricht (Mathe, Biologie) sprachlich nicht folgen können. Zudem ist die Infrastruktur staatlicher Schulen oft schlechter als in DACH.
Die Lösung: Internationale Privatschulen
90% der gut verdienenden Expats schicken ihre Kinder auf internationale Privatschulen. Diese orientieren sich meist am britischen Curriculum (IGCSE und A-Levels) oder bieten das International Baccalaureate (IB) an.
Die Kosten und Optionen
- Zypern (z.B. Limassol & Paphos): Zypern hat aufgrund seiner britischen Historie eine gigantische Auswahl an englischsprachigen Privatschulen (z.B. Foley’s, Heritage, TLC, International School of Paphos). Die Kosten liegen meist bei 5.000 € bis 9.000 € pro Jahr, abhängig vom Alter des Kindes.
- Spanien (z.B. Marbella & Mallorca): Andalusien und die Balearen sind voll von Top-Schulen (z.B. Aloha College, Baleares International College). Auch deutsche Schulen (z.B. Deutsche Schule Málaga oder Eurocampus Mallorca) sind beliebt. Kosten: 7.000 € bis 15.000 € pro Jahr.
- Griechenland (Athen): Im Norden Athens und an der Riviera gibt es exzellente IB-Schulen (z.B. Campion, St. Lawrence, Deutsche Schule Athen). Kosten: 8.000 € bis 13.000 € pro Jahr.
Fazit: Die Schulplanung diktiert den Standort
Sie können nicht einfach irgendwo eine Finca in den Bergen kaufen und dann nach einer Schule suchen. Der Prozess läuft immer andersherum:
- Sie finden die passende internationale Schule, die noch Plätze frei hat (die Wartelisten sind oft Jahre lang!).
- Dann suchen Sie im Umkreis von maximal 30 Fahrminuten Ihre Immobilie.
Unser locuspartner Family-Desk hilft Ihnen nicht nur bei der offiziellen Anmeldung (Residencia/Registration), sondern auch bei der Schulplatz-Registrierung für Ihre Kinder.
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locuspartner Team
Dieser Artikel wurde verfasst von unserem offiziellen Partner und Experten für lokales Steuerrecht. Vertrauen Sie auf echte, lokale Expertise und rechtssichere Beratung für Ihr internationales Setup.